Werbepartner: Erlebe eine Nacht auf Schloß Pienzenau / Meran für 2 Personen - Hier klicken und weitere Infos erhalten...


„Südtirol: 800 Burgen. Unzählige Geheimnisse.“


Michelsburg bei St. Lorenzen – die Burg, die ein ganzes Gericht benannte

Du fährst durchs Pustertal, blickst kurz nach oben – und da steht sie: die Michelsburg (eigentlich St. Michaelsburg) auf einem Felsvorsprung bei Moos, wie ein steinerner Wächter über dem Tal.

Was viele nicht wissen: Diese Burg war nicht nur Kulisse, sondern Jahrhunderte lang ein Verwaltungs- und Machtzentrum. Schon ab dem 13. Jahrhundert ist sie als Sitz des „Gerichts Michelsburg“ greifbar. Erst waren es Dienstleute (Ministeriale), später übernahmen eigene Pfleger die Verwaltung – und damit ganz konkret: Recht sprechen, Ordnung halten, Zuständigkeiten regeln.

Zur Entstehung gibt’s zwei Erzählstränge: Lokal wird oft „um 1091“ genannt, während die Forschung die Anlage eher ins späte 12. Jahrhundert setzt – als Lehen der Bischöfe von Brixen, vermutlich errichtet von den Grafen von Andechs. Genau diese Mischung aus Überlieferung und Aktenlage macht die Michelsburg so spannend.

Michaelsburg bei St.Lorenzen im Pustertal

Ein paar Fixpunkte, die die Dramaturgie perfekt erzählen:

  • um 1210: Übergang an die Grafen von Tirol, später an die Görz-Tiroler.
  • 1500: Mit dem Görzer Erbe kommen die Habsburger – kurz darauf wird die Burg sogar verpfändet (Politik war damals oft ein Rechenbuch).
  • 1678: Burg und Gericht gehen als Pfand an die Freiherren von Künigl.
  • 1827: Das Landgericht Michelsburg wird endgültig mit Bruneck vereint.
  • 20. Jahrhundert: Verfall, Einstürze – dann Sicherung in den 1960ern und große Sanierung in den 1990ern, die der Burg ihr heutiges Profil zurückgegeben hat.

Heute ist die Michelsburg Privatbesitz – aber selbst „nur von außen“ bleibt sie ein echtes Südtirol-Motiv: zwei Türme, ein Fels, 900 Jahre Geschichte in einem Blick.


Schloß Rametz Meran

Schloss Rametz – Weintradition über Meran seit 1227

Oberhalb von Meran, im Ortsteil Labers, liegt Schloss Rametz – ein historischer Ansitz, der wie kaum ein anderer für die Weinkultur des Meraner Landes steht. Was heute als Weingut, Vinothek und Weinbaumuseum begeistert, begann als mittelalterlicher Gutshof und wurde über fast 800 Jahre zu einem Ort, an dem Geschichte, Architektur und Genuss ineinandergreifen.

Zeitreise durch Keller & Geschichte
Ein Highlight sind die außergewöhnlichen Kelleranlagen: Der große, weitläufige Porphyrkeller stammt aus dem 18. Jahrhundert und zählt zu den eindrucksvollsten seiner Art. Noch älter ist der kleine Keller aus dem 12. Jahrhundert – in seinem besonderen Klima reifen heute die Barrique-Weine des Hauses.

Pioniergeist im Weinberg
Schloss Rametz gilt als Meilenstein in Südtirols Weinbaugeschichte: 1860 wurde hier die erste Blauburgunder-Rebe (Pinot Noir) des Landes gepflanzt. Bis heute wachsen rund um den Ansitz Rebsorten wie Blauburgunder, Riesling sowie Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon – getragen von einer Lage, die wie gemacht ist für elegante, charakterstarke Weine.
Erleben & verkosten
Wer Schloss Rametz besucht, erlebt mehr als nur ein Schloss: Führungen durch Weinberge und Museum, der Gang in die historischen Keller und eine Verkostung ausgewählter Weine machen den Besuch zu einem echten Meran-Moment – stilvoll, genussvoll und voller Geschichten.


Burg Karneid (Castel Cornedo) – mittelalterliches Juwel am Eingang ins Eggental

Hoch über dem Bozner Talkessel, dort wo sich Eisacktal und Eggental begegnen, klebt Burg Karneid spektakulär an einem steilen Felssporn. Die Lage ist nicht nur fotogen, sie erklärt auch den Zweck der Anlage: Kontrolle, Schutz und Repräsentation – mitten auf einem Felsen, von mehreren Seiten nahezu unzugänglich. Genau dieses „unbezwingbare“ Gefühl spürt man heute noch, wenn man unterhalb der Mauern steht und den Blick an Ringmauer, Türmen und Zinnen nach oben wandern lässt.

Burg Karneid liegt in der Gemeinde Karneid/Cornedo all’Isarco (oberhalb von Kardaun) und zählt zu den schönsten Beispielen mittelalterlicher Baukunst in Südtirol – nicht zuletzt, weil die Burgform seit dem 16. Jahrhundert weitgehend erhalten geblieben ist.

Geschichte – kompakt, aber mit den wichtigsten Eckpunkten

Die Wurzeln der Burg reichen laut den lokalen Informationsseiten bis um 1200 zurück; als frühe Bauherren werden die Greifensteiner genannt. Im 14. Jahrhundert wechselte die Burg in den Besitz der Herren von Völs, später wird der Landvogt Heinrich Gessler erwähnt und schließlich die Grafen Lichtenstain/Liechtenstein.

Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Anlage immer wieder erweitert: Ein markanter Umbau betraf die Zugänge – als letzter großer Bau wird 1573 der östliche Turm mit Zwinger genannt, wodurch der ursprüngliche Hauptzugang von Westen nach Osten verlegt wurde.

Wer es noch genauer mag: In der Fach- und Sekundärliteratur wird die Burg auch als 1297 urkundlich erwähnt

Warum sich Burg Karneid wirklich lohnt

Viele Burgen rund um Bozen beeindrucken schon von außen – Burg Karneid setzt noch eins drauf: Hier wirkt die Anlage nicht wie ein „Museum mit Absperrbändern“, sondern wie ein echter Zeitzeuge. Die Kombination aus wehrhafter Lage, weitgehend erhaltener Burgform und der Anna-Kapelle mit Fresken macht den Besuch besonders rund.


Ein Felsen. Drei Namen. Tausend Jahre Drama.


Hoch über dem Etschtal bei Bozen klebt eine Burg am Porphyr wie ein trotziges Ausrufezeichen: Schloss Sigmundskron – vielen auch als Firmian bekannt. Und ganz am Anfang trug dieser Ort einen Namen, der wie ein Rätsel klingt: „Formicaria“ – der Ameisenhaufen. (945 taucht er erstmals in einer Urkunde auf.)

Was dann folgt, ist eine Geschichte wie aus einer Serie: Machtwechsel, Aufstieg, Absturz – und ein überraschendes Comeback.


Kapitel 1: Der „Ameisenhaufen“ wird begehrt
Schon früh war klar: Wer hier oben sitzt, schaut weit – und kontrolliert Wege. 1027 wandert die Burg von Kaiserhand zum
Bischof von Trient. Später übernehmen verschiedene Ministerialenfamilien das Kommando und geben der Anlage ihren nächsten Namen: Firmian.

Kapitel 2: Sigmund macht sie „feuerfest“
Um 1473 kommt der große Umbau: Herzog Sigmund „der Münzreiche“ kauft die Burg, tauft sie Sigmundskron – und lässt sie so ausbauen, dass sie Feuerwaffen standhalten kann. Von der alten Anlage bleiben nur noch Reste an der höchsten Stelle rund um die Kapelle.

Kapitel 3: Pfand, Verfall, Besitzerwechsel
Doch selbst starke Mauern helfen nicht gegen leere Kassen: Sigmund muss die Anlage bald verpfänden – und die Festung verfällt nach und nach. Später geht sie durch mehrere Hände (u. a. Wolkenstein, Sarnthein, Toggenburg).

Kapitel 4: Das unerwartete Comeback
In den 1970ern wird aus der Halbruine wieder ein Ort mit Leben. Und ab den 1990ern beginnt die neue Ära: Das Land übernimmt die Anlage, und Anfang der 2000er entsteht hier – nach intensiven Diskussionen – ein Museumskonzept von Reinhold Messner, umgesetzt mit der architektonischen Adaptierung von Werner Tscholl. Seit 2006 ist das MMM Firmian eröffnet.

Bonus-Kapitel: Ein Ort, der Geschichte geschrieben hat
Sigmundskron ist nicht nur Stein und Aussicht: 1957 versammeln sich hier über 30.000 Menschen zur Großkundgebung – das Motto „Los von Trient“ wird zum Symbol der Autonomiebewegung.


Schloss Runkelstein bei Bozen

Runkelstein zeigt das Mittelalter so

lebendig wie kaum ein Ort...


Bozens „Bilderburg“ entdecken: Schloss Runkelstein begeistert mit dem größten profanen Freskenzyklus des Mittelalters...

Ritter, Jagden, Tristan & Isolde: In Schloss Runkelstein erzählen Fresken Geschichten wie ein mittelalterlicher Comic...

Ein Schloss, das malt statt nur zeigt: Runkelstein ist Südtirols berühmte „Bilderburg“...

Kurz steil rauf – riesig beeindruckt runter: Hoch über Bozen wartet ein Freskenschatz aus der Zeit um 1400...

Zeitreise über Bozen: Mittelalterliche Burg, echte Original-Atmosphäre und Fresken, die hängen bleiben.

Hier geht’s zum ausführlichen Artikel...


Fürstenburg Burgeis

eine Burg zwischen Rittertum und Schulalltag

Die Fürstenburg im malerischen Burgeis zählt zu den markantesten mittelalterlichen Anlagen des oberen Vinschgaus. Errichtet wurde sie im 13. Jahrhundert von Bischof Konrad von Chur, der die Burg strategisch oberhalb des Tals anlegen ließ – mit weiter Sicht über Wege, Dörfer und Landschaft.

Architektur & Besonderheiten

Das beeindruckendste Element ist der zinnengekrönte Bergfried:

  • Mauern bis zu drei Meter stark
  • der älteste Teil der Anlage
  • klare, wehrhafte Linien – typisch für den Burgenbau des Hochmittelalters

Im Burghof stößt man auf Wappen, Mauerreste und Wandmalereien, die Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Burg geben.

Eine Burg, die zur Schule wurde

Ungewöhnlich und einzigartig:
Heute beherbergt die Fürstenburg eine
Fachschule für Land- und Forstwirtschaft.
Damit ist sie eine der wenigen Burgen Südtirols, die täglich mit modernem Leben gefüllt werden – allerdings
nicht für Besucher zugänglich, solange die Schule in Betrieb ist.

Besuch & Führungen

Die Zugänglichkeit ist saisonal geregelt:

  • September bis Juni:
    ➝ Besichtigung
    nur von außen möglich.
  • Juli & August:
    Geführte Besichtigungen auf Deutsch
    montags & donnerstags um 14:00 Uhr
    keine Anmeldung erforderlich

Die Führungen gewähren Einblicke in die historische Bausubstanz, den Bergfried und den Burghof – einzigartige Gelegenheiten, die Burg „von innen“ zu erleben.

Lage & Tipp

Die Fürstenburg liegt direkt am Vinschgau-Radweg und eignet sich hervorragend als Zwischenstopp für Radfahrer und Wanderer. Von ihrem Standort aus öffnet sich der Blick über den oberen Vinschgau – ein Panorama, das einst strategisch wichtig war und heute einfach nur beeindruckend wirkt.


Burg Reifenstein – eine Burg wie aus der Zeit gefallen

Burg Reifenstein zählt zu den best erhaltenen Burgen Südtirols. Sie thront seit dem 13. Jahrhundert über dem Tal und ist bis heute ein außergewöhnliches Beispiel mittelalterlicher Wehr- und Wohnarchitektur.

Kunstsinn und Bewahrung

Ein entscheidender Grund für den guten Zustand:
Die Burg gehörte über Jahrhunderte dem
Deutschen Orden. Die Ordensritter hatten nicht nur militärische Interessen, sondern auch ein ausgeprägtes Gespür für Kunst. Unter ihrer Regie entstanden Räume, die heute als kunsthistorische Juwelen gelten:

  • der Grüne Saal mit seiner einzigartigen Wandgestaltung
  • die Stube im Neuen Palas, meisterhaft gefertigt und bis heute eindrucksvoll

Viele Burgen wurden im Laufe der Jahrhunderte umgebaut oder modernisiert – Reifenstein nicht. Hier blieb das Mittelalter sichtbar.

Die Handschrift von Thurn und Taxis

Seit rund 200 Jahren kümmern sich die Grafen von Thurn und Taxis um den Erhalt der Anlage. Mit viel persönlichem Engagement sorgen sie dafür, dass Mauern stabil bleiben, Dächer dicht sind und Besucher das erleben können, was sonst oft verloren geht: eine authentische Ritterburg.

Die Tore stehen für Gäste aus aller Welt offen – allerdings mit dem Hinweis, dass Reifenstein seiner Natur treu geblieben ist: enge Wehrgänge, historische Treppen, unebener Boden. Eine Burg, wie sie war und ist.

Für Besucher

Wer die Burg besucht, sollte:

  • festes Schuhwerk tragen
  • aufmerksam gehen
  • sich auf echtes Mittelalter einstellen

Barrierefrei ist Reifenstein nicht – dafür aber echt, unverfälscht und beeindruckend.


Schloss Winkel in Meran - ohne Jahr


Hier gehts zur Homepage von Schloss Winkel...



Schloss Winkel in Meran Obermais...

Schloss Winkel – Geschichte mit dunklem Unterton


Wer heute an Schloss Winkel vorbeikommt, entdeckt ein Bauwerk, das seine besten Zeiten längst hinter sich zu haben scheint – und gerade deshalb seine ganz eigene Magie entfaltet.
Ein Schloss im Wandel der Jahrhunderte
Im 17. Jahrhundert taucht Schloss Winkel im Besitzverzeichnis einer illustren Persönlichkeit auf: Claudia de’ Medici, Erzherzogin von Österreich und Landesherrin von Tirol. Unter ihrer Ägide erhielt der Bau 1640 seine bis heute charakteristische Gestalt.
Weitere Umbauten folgten 1808 und 1935, später wurde nochmals Hand angelegt – doch mit der Zeit verlor das Schloss seinen Glanz. Heute wirkt es leicht verfallen; die Nebengebäude und der Barockgarten liegen still, als warteten sie auf den nächsten großen Auftritt.
Eine Innenbesichtigung ist nicht möglich, aber Spaziergänger können das Gelände betreten und von der Winkelstraße wie auch der Cavourstraße aus einen Blick auf das Anwesen werfen.


Die unheimliche Sage vom Knecht und der Sense
Wie so oft in Südtirol, verschmilzt Geschichte mit Legende. Von Schloss Winkel erzählt man sich folgende Geschichte:
Ein Knecht erhielt von einem Studenten ein Stück schwarzes Pech. Damit bestrich er seine Sense – und siehe da: Die Klinge blieb ewig scharf. Er war fortan der schnellste und beste Mäher weit und breit.
Doch eines Tages traf seine Sense im hohen Gras auf einen versteckten Eisenstock. Die Klinge zerschnitt das Metall wie einen Grashalm – und plötzlich tropfte Blut von der Schneide. Niemand konnte sich das erklären,
und bis heute bleibt das Rätsel ungelöst...